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Porn Lover
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nach Änderung des Titels, Herausnehmen der Leerzeilen (90%) und Zwischentexte hab ich schon in den ersten 24 Stunden die fast vierfache Clickquote gegenüber dem erstn Posten (nach da 24 Stunden). An der Wertung hat sich nichts geändert, aber das macht nichts. Wieviel Sterne bekäme Mozart (nicht ernst nehmen) von einem an Stones, Stomp und die Zillertaler Schürzenjäger gewöhnten Publikum? Hoff, Du bist gut gerutscht. Dominik
im Gegensatz zu den Bräuchen hier sehe ich auf der le-Seite nicht, ob mein Danke für die Anregung (als interne Mail von User zu User) Dich erreicht hat. Wenn nicht, gib mir Bescheid, dann nutz ich die Brücke hier. Dominik
weiß es ja, das 'Juwel' (Danke für die Blume) kullert zwischen allen Stühlen. Zwischen Literatur und Porno sowieso. Den (zumindest deutsch-biederen) Rohrstock-Puristen, die nach erfolgtem Versohl-Quicky sich gern wieder unauffällig unter die Normalos mischen, ist nicht nur die Öffnung zu Dom/Sub und S/M hin zu heiß, sondern auch der (zugegeben nicht ganz unproblematische) halbwüchsige Übergriff auf eine Schulmeisterin. Für BDSMler wiederum ist Spanking ein Instrument bestenfalls in der zweiten Reihe des Orchesters. Für die Lesben mit SM-Einschlag (die anderen wenden sich vorher schon mit Grausen) ist Regine d'Eifel eher ein getarnter Penis als ein von Frauenhand geführter Dildo (womit sie nicht ganz falsch liegen) usw. usf.
Eigentlich hatt ich die Story schon in der digitalen Ablage versenkt, nach dem Motto 'Buddha ist auch eine Schublade', auch weil vor meinem inneren Auge die Moderator(inn)en literarisch ambitionierter Sites die Hände vors Gesicht schlagen angesichts des Sujets. Dann hab ich mir aber gesagt, wenn auch nur 1000 Views statt der dort üblichen 11000 in den BDSM-Foren ist das immer noch besser als die Schublade, Buddha wird gelassen lächeln, und der Austausch mit Dir zeigt: der Gedanke war nicht ganz falsch.
Ich werd Deinen Anregungen folgen (akut in meiner anderen Realität ein kleines Zeitproblem) und Dich auf dem Laufenden halten.
Erstmal tausend Dank
Dominik
danke für die Anregung. Ich glaub, die Stelle, die ich da als Stilbeispiel im Internet gefunden hab, ist aus den "Kindern der Finsternis". Ich wunder mich auch, dass der Name so an mir vorbeigegangen ist, weil ich in den späten 80er- und 90er-Jahren viel mit dem Frankfurter Literaten Alban Nikolai Herbst zusammen war, der offenbar Niebelschütz-Fan ist, wie ich bei den Recherchen gestern lesen konnte. Na ja, auch ein Büchertaucher hat halt seine blinden Flecken oder ihm läuft an der einen oder anderen Stelle der Speicher über.
Schön, sich mit dir auszutauschen
Dominik
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Originalton Wolf von Niebelschütz (aus dem Web geangeltes Häppchen):
Es lag ein Bischof tot in einer Mur am Zederngebirge fünf Stunden schon unter strömenden Wolkenbrüchen. Die Mur war hinabgemalmt mit ihm und seinem Karren und seinen Maultieren und seiner Geliebten, unter ihm fort, über ihn hin, als schmettere das Erdreich ihn in den Schlund der Hölle, kurz vor Anbruch der Nacht.
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Mit Mittelalter und Antike spielende Stellen aus dem "Streichduett":
Locker schwingen lange Arme, der linke mit dem Sturzhelm, weiß wie ein Gletscher, das Visierglas davor (Kreuzzug,
Raubritter, Turnier verknüpft Vision mit dem Visier).
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Zwar spüren die Finger der über Kreuz gebändigten Hände kein Umklammern mehr, dafür fasst eine Faust, krallt, ballt beide Pulloverärmel zusammen, fesselt fest so Handgelenke, legt die Arme lahm (die Großtochter des Dschingis Chan hebt sich, neigt sich, setzt zum Sturmritt an).
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Nirgends ein Ausweg, jeder verbaut, verstellt, vom Druck der Reitschenkel entschlossen verschlossen (von der gleich Attilas Hunnen sattellos Reitenden, die offenbar weiß, dass Apokalypse Enthüllung, der Hunnensturm Geißel Gottes heißt).
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schwimmende Blicke vom Fliesengrün vor den Triumph in Purpur lotsen, vorm Overall den krummen Rücken gerade rücken.
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Die am Schreibtisch Hochgestellte (besetzend ihn besitzend) presst die blanken Flanken (lässt die Sporen spüren, Pochen galoppieren),
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Also, ich meine, ich bin eigenständig. Hier noch zur Information die auf einer anderen Plattform gegebene Beschreibung meiner stilistischen (nicht der gestaltenden) Intentionen:
Über Lust am Körper sprechen (erzählen, schreiben) kann die Wirklichkeit dieser Lust selbst nie sein. In diese Lücke pflanz ich Lust an Sprache, denn die kann beim Lesen und Hören als solche wirklich da sein (Lust an An- und Zusammenklang, akustisch wie inhaltlich, an Wortspiel und Mehrdeutigkeit, am Schleifen abgenutzter Wendungen - etwa durch Wortaustausch oder den nicht alltäglichen Kontext -, Lust am Verketten, Fügen, Schichten, Gliedern, kurz: an Sprache als Musik).
Für Niebelschütz charakteristisch soll die Knappheit und Einfachheit der Sätze mit direkter Rede sein. Ja, wenn da eine Ähnlichkeit ist, die Dich stört, dann haben er und ich von Hemingway abgeschrieben.
Im "Streichduett" verkörpern die direkten Imperative der Regine die Aktion, den Zugriff, den Stoß. Der muss dicht sein (nie mehr als drei Sätze), kann trivial, scheinen, steht aber doch mit jedem Wort im Zusammenhang mit den zu weckenden und geweckten Reaktionen. Der ganze Text (erster Buchstabe A, letzter z) ist aufgebaut wie eine klassische Sonate (Auftakt, Durchführung, abwandelnde Wiederholung, Schlussfigur), läuft aber ab wie eine notenfreie Jazz-Improvisation mit Schlagzeug und Saxophon. Comicbild reiht sich an Comicbild mit Sprechblase (Asterix: Jede Sekunde ein Gag) und jedes Bild spiegelt wie ein Hologrammsplitter das Ganze: Ineindergreifen von Aktion und Reaktion als erotisierende Wechselwirkung.
Ist das Wolf von Niebelschütz? Auch wenn Du bei Deiner Meinung bleibst - ganz, ganz toll, dass Du Dich geäußert hast.
Aufrichtiges Danke
Dominik